Tiermenschen
Aus Lexicanum
Tiermenschen - auch Bestien des Chaos oder Lieblingskinder des Chaos genannt - ist die Zusammenfassung für eine ganze Reihe von abscheulichen, widernatürlichen Kreaturen, welche durch die verderbende Macht des Chaos während der Zeit des Warptorbruchs aus den Vorgängern der Menschen entstanden sind: Ungors, Gors, Bestigors sowie die stierköpfigen Minotauren und die Centigors - Zentauren, die statt eines Menschen- einen Tiermenschenoberkörper besitzen. Sie haben eine den Menschen ähnliche Intelligenz, agieren jedoch wie wilde Tiere.
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Erscheinungsbild
Die verschiendenen Tiermenschen variieren sehr stark in Erscheinungsbild und Körpergröße, aber allen gemeinsam sind gespaltene Hufe, Fell und Hörner. Die Größe von letzteren ist dabei ein Statussymbol, mehr noch als die Fellfarbe, die durch Schmutz, Blut und Kriegsbemalung oft ohnehin nicht so klar zu erkennen ist. Alle Tiermenschen - selbst die schwächlichen Ungors - sind sehr zäh, und den meisten Menschen oder Elfen körperlich überlegen. Abgesehen von einem Fetzen als Lendenschurz und gefundenen oder gestohlenen Rüstungsteilen tragem sie zumeist keine Kleidung. Einige Tiermenschen werden von den Chaosgöttern zusätzlich mit Mutationen wie Hummerscheren, Tentakeln oder Extragliedmaßen gesegnet. In früheren Zeiten wiesen die Tiermenschen kein einheitliches Erscheinungsbild auf, auch wenn Stier- oder Ziegenartige zahlenmäßig überlegen waren. Das Erscheinungsbild der Tiermenschen unterscheidet sich von Region zu Region. So gibt es:
- Tiermenschen, wie sie in der Alten Welt und der Chaoswüste vorkommen.
- Affenmenschen, in den Südlanden
- Tiermenschen mit schuppiger Haut in Naggaroth
- Tigerartige Tiermenschen in Cathay
und vermutlich noch weitere Arten in Arabia und den Südlichen Chaoswüsten. Diese zahlenstärksten Wesen des Chaos könnten von der Anzahl her den Menschen sogar überlegen sein. Sie leben in den Wälder und den Ödländern der Warhammerwelt, am häufigsten jedoch im hohen Norden, im Drakenwald und im Schattenwald.
Kultur der Tiermenschen
Tiermenschen hassen die richtigen Menschen - und im Prinzp jeden anderen - und leben einzig und allein für Mord, Krieg und Zerstörung. Sie sind extrem undiszipliniert, und Gewalt ist die einzige Autorität, die sie akzeptieren. Angeführt werden sie von Großhäuptlingen, Häuptlingen und Tiermenschenschamanen, unter deren Kommando sie sich zu Kriegsherden zusammenschließen, die sich zu Raubzügen in den Tiefen der Chaoswüsten und der dunklen Wälder der Alten Welt sammeln. Üblicherweise leben sie in Höhlen und anderen geschützten Lagern in der Wildnis. Sie errichten jedoch auch oft auf Lichtungen und in der Einöde Herdensteine und opfern dort den Chaosgöttern, die sie in wilden, orgiastischen Festen verehren, Beute und Gefangene. Sie leben in Gruppen von einem Dutzend bis zu mehreren Hundert Wesen, deren oberster Führer den Titel eines Fürsten trägt und meist von den Chaosgöttern reich beschenkt wurde. Für die Waldelfen sind die Tiermenschen die verhasstesten Erzfeinde, die sie nicht in ihren Wäldern dulden können. Die Herren Athel Lorens sind überzeugt, daß die verdrehten Chaoskreaturen die Natur um sich herum so verderben, wie sie es selbst sind, und machen bei jeder Gelegenheit aktiv Jagd auf die Bestien des Chaos. Ihre Sprache ist die des Chaos und wird Dunkelzunge genannt. Weitere Informationen über die Kriegsherden der Tiermenschen findest du hier.
Berüchtigte Individuen
Aus der Masse der Tiermenschen stechen einige Anführer besonders hervor
- Gorthor der Zerstörer, der zugleich Schamane war und auf einem Tuskgorstreitwagen fuhr
- Khazrak der Einäugige, Erzfeind von Kurfürst Boris Wüterich
- Morghur Schädelmeister, Nemesis der Waldelfen
- Graktar
Sonstiges
Als sich Mortheim durch den Kometeneinschlag in eine Hölle aus Warpstein verseuchten Ruinen verwandelte, kamen auch die Tiermenschen aus den umliegenden Wäldern. Sie bildeten plündernde Banden, die in den Straßen der zerstörten Hauptstadt der Ostmark nach dem kostbaren Morsstein suchten, um ihn zu Ehren der Chaosgötter zusammen mit anderer Beute und Trophäen am Fuße ihrer Herdensteine aufzuhäufen.
Die Menschen der Alten Welt tun sich schwer damit, Mutanten und Tiermenschen zu unterscheiden, und halten vielfach auch die Skaven für eine Unterart der Tiermenschen, obwohl das Rattenvolk eigentlich gar nichts mit den Kindern des Chaos zu tun hat.
Auf dem Blood Bowl Feld
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Da Gewalt den Lebensinhalt der Tiermenschen ausmacht, ist es nicht verwunderlich daß diese auch auf den Blood Bowl Feldern anzutreffen sind. Sie spielen in Chaos-Teams wie den Chaos Allstars und den Nurgles Rotters, und ehren ihre finsteren Götter durch Ausübung dieses brutalen Sports, der ihnen genügend Gelegenheit bietet, Knochen zu brechen und Blut zu vergießen.
Anmerkungen
In der 5. Edition von Warhammer erhielten sie eine eigene Armeeliste, und in der 6. Edition mit Armeebuch Bestien des Chaos auch ein eigenes Armeebuch.
In der 1. Edition von Warhammer 40.000 Rogue Trader gab es auch im düsteren Universum des 41. Jahrtausends Tiermenschen.
zusätliche Informationen
Historisch
In ihren Grundzügen und besonders spielstechnisch sind die Tiermenschen an die germanischen Stämmen (wie Goten, Sachsen, Westgoten, Angeln, Ostgoten, Alemannen und Teutonen) angelehnt, die vor ca. 2000 Jahren gegen die römischen Legionen kämpften. Berichten aus dieser Zeit zufolge bemalten die Germanen ihre Körper, schnellten dann aus den Wäldern mit einem großen Lärm, den sie mit ihren Waffen und Schilden verursachten und sich dadurch psychologisch selbst aufputschten, bevor sie auf die römischen Legionen trafen. Der wichtigste Punkt an der Sache war jedoch, dass die Römer dadurch glaubten, dass die Wälder vor Germanen nur so wimmelten, was stark an ihren Nerven zerrte.
Quellen
- Armeebuch Chaos 4. Edition
- Armeebuch Reich des Chaos 5. Edition
- Champions des Chaos (Buch)
- Armeebuch Bestien des Chaos 6. Edition
- Konrad Trilogie (Romane)
- Bestiarium 4. Edition
Weblinks
- Tiermenschen auf der deutschen GW-Homepage
