Talabecland
Aus Lexicanum
Das Großherzogtum Talabecland ist die zentrale Imperiale Provinz, benannt nach dem Fluss Talabec.
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Geographie
Talabecland grenzt im Norden an Hochland, Ostland und Kislev, im Osten an die Ostmark und Stirland, westlich an Middenland sowie südlich an Reikland. Der Stadtstaat Talabheim - genannt das «Auge des Waldes» - gilt als Hauptstadt des Landes. Die Stadt wurde zu Lebzeiten Sigmars vom Stamm der Taleuten in einem vor Urzeiten entstandenen Kometenkrater gegründet, in dessen inneren Felder angelegt wurden und dessen Wände mit zusätzlichen Mauern und Türmen zu einer nahezu uneinnehmbaren Bastion ausgebaut wurden. Außerhalb des Kraters liegt der Hafen Talagrad am Ufer des Talabec sowie die Orte Brietblatt, Waldfährt, Bad Dankerode, Sprötau, das 2122 IC zerstörte Bergendorf und Gründach. Weiter vom Krater entfernt, an den Straßen, und den Zuflüssen des Talabec, die den Wald durchschneiden liegen Orte wie Bad Tensalza, Rotha, Kutzleben, Grossreiche, Liebstedt, Urhausen, Hernhausen sowie Bachara, Harferfähre und Zurin direkt am Talabec. An dessen anderen Ufer erhebt sich - genau gegenüber von Bachara - die Festung Fort Helmholsz.
Eine weitere große Stadt innerhalb des Talabecland ist Kemperbad. Das Land ist überwiegend unter dem Großen Wald verborgen. Es gibt vier Flüsse, von denen aber der Talabec der einzig nennenswerte ist, die anderen sind Zuflüsse zum Stir oder ganz im Norden zum Talabec. Bei den zwei südlichen Zuflüssen des Stir handelt es sich um von Seen gespeiste Flüsse, deren Seen von vielen waldigen Hügeln umgeben sind. Zwischen Talabheim und der Grenze zur Ostmark kann man Elfenruinen bewundern. Von Talabheim selbst führt eine alte Zwergenstraße quer durchs Land nach Furtheim und im Norden durch Hochland nach Middenheim.
Kultur & Geschichte
Die Verehrung Taals - und seines Bruders Ulrics - genießt im Talabecland traditionell weit größeres Ansehen als die Sigmarskirche. Daher zieren vor allem Symbole dieses Gottes die Standarte: der Baum mit der Krone in Form eines Geweihs, der Schädel und der Adler, der hier nicht mit Myrmidia sondern ebenfalls mit dem Schutzgott der Provinz assoziiert wird.
Das Talabecland ist seit Jahrhunderten mit dem benachbarten Stirland verfeindet.
In der Zeit der Schwarzen Pest 1111 - 1115 IC blieb die Hauptstadt des Talabeclandes hinter ihrem Kraterwall dank Quarantäne verschont, während das außerhalb gelegene Talagraad komplett entvölkert wurde. In der Folge zogen diverse Priester und Kundschafter von der Stadt Talabheim aus, um den überlebenden Menschen beizustehen.
Die Farben des Landes ist Rot und Gelb, die Talabheims jedoch Rot und Weiß. Amtierender Kurfürst ist Helmut Feuerbach, der aber seit dem Sturm des Chaos vermisst wird.
Kriege
Die Provinzen Talabecland und Stirland hatten sich bereits seit dem Jahre 500 IC bekriegt, und bis ca. 650 IC war Stirland nur deshalb noch nicht unterlegen, weil die Talabecländer Herrscherfamilien sich untereinander uneinig waren. Nach der Ermordung Imperator Mandred Skaventöters durch die Skaven beginnt Kurfürst Theodor, der Bulle, von Talabecland 1132 IC einen weiteren Krieg gegen Stirland, der 200 Jahre andauert.
Die Feindschaft vergrößerte und verfestigte sich sogar noch während der Zeit der zwei Imperatoren, als sich Ottilia von Talabecland 1360 IC selbst zur Imperatorin ernannte, den Sigmarkult als «Sigmaritische Häresie» verbot und seine Anhänger verfolgen ließ. In der Folge kam es zu zahllosen weiteren Kriegen zwischen den beiden Provinzen, wozu auch die Schlacht zählt, bei der der damalige Kurfürst von Talabecland ein Bein durch die Runenklinge Stirlands verlor. Karl Franz mußte in seiner Regierungszeit persönlich nach Talabheim kommen, und all sein diplomatisches Geschick einsetzen, um den Ausbruch eines erneuten Krieges zu verhindern.
Während der imperialen Bürgerkriege, die mit Unterbrechungen bis zum Großen Krieg gegen das Chaos und der Krönung Magnus' anhielten, wurde das Talabecland immer wieder von fremden Heeren verwüstet - darunter Armeen der gewählten Sigmarimperatoren, Truppen der Middenländer und schließlich auch nomadischen Eroberern aus Kislev. Während Talabheim selbst nie eingenommen werden konnte, wurden die Orte außerhalb des Kraterwalls - darunter Talagraad - wiederholt erobert, besetzt, niedergebrannt und verwüstet. Weil der Ottilianische Imperator Horst von Talabecland 1750 IC von Talabheim geforderte Unterstützung für seine geschundenen Provinz ablehnte, wurde in der Stadt zeitweilig sogar ein Gegenimperator - Helmut II - gewählt, und es kam zur politischen Trennung von Provinz und Stadtstaat. Außerdem kam es in der Zeit der Kisleviteninvasion und eines Kriegs zwischen Talabecland und Ostland 1905 IC auch zur Unabhängigkeit der Provinz Ostmark, die 1999 IC bei der Zerstörung der Hauptstadt Mortheim ihren Fürsten Graf Steinhardt verlor.
Als Vlad von Carstein die Vampirkriege begann, versiegelte die Ottilianische Imperatorin Ottilla IV 2010 IC die Tore der Stadt Talabheim, während das gesamte Talabecland ringsum verwüstet wurde. Sie - oder eine Nachfolgerin gleichen Namens - fand 2100 IC im Verlauf der Schlacht der drei Imperatoren gegen den Vampirfürsten Konrad von Carstein ebenso wie ihr Altdorfer Rivale Lutwik den Tod.
Ein nachfolgender Ottilianischer Imperator - Talgris XII, der Dummkopf - verbündete sich 2101 IC unter dem Druck der Armeen Stirlands, Middenlands und Ostlands mit dem kislevitischen Tzaren Igor, dem Schrecklichen, wurde aber bald ermordet und von Eckhard II abgelöst. 2122 IC nahmen die Kisleviten unter Igors Sohn Ivan, dem Wahnsinnigen dann Stadt Bergendorf direkt außerhalb des Kraterwalls von Talabheim ein und plünderten sie. Taalagrad wurde - wieder einmal - dem Erdboden gleichgemacht. Selbst die große Festung Taals Tor außerhalb des Kraters wurde erobert und in Maul des Bären umbenannt. Während der Rückeroberung des von den Fremden besetzten talabecländischen Gebiets erfolgten dann ungerechtfertigten einseitigen Grenzkorrekturen durch den Marschall Braxix was zum 25 jährigen Krieg zwischen Talabecland und der wiederum von Ostland und Stirland unterstützten Ostmark führte, die nach diesem Krieg 2148 IC entgültig Kurfürstentum und von einem Kanzler im Range eines Kurfürsten regiert wurde.
Nach dem Großen Krieg gegen das Chaos und der Wiedervereinigung des geteilten Imperiums durch Imperator Magnus den Frommen kam es im Rahmen der Ereignisse um das Mark of Chaos zu einer weiteren großen Schlacht im Talabecland. Dabei versuchten die Armeen des Imperiums unter Führung des ostmärkischen Hauptmanns Stefan von Kessel verzweifelt, die bis hierher vorgestoßenen Horden des Chaoschampions Thorgar des Blutigen und einen Ork-Waaagh! aufzuhalten, die Talabheim zu verwüsten drohten.
Schon während der Regierungszeit Imperator Karl Franz' - aber noch vor dem Sturm des Chaos - fand dann die sogenannte Schlacht um Talabheim in der Nähe der Stadt Hauptmannsburg auf Talabländer Boden gegen eine große Horde Orks und Goblins statt.
Da der heraufziehende Nemesis-Krieg - nicht all zu lange nach dem Ende des Sturm des Chaos - sich um den Großen Wald konzentriert, wird das Talabecland jetzt, wo die Nemesis-Krone in einer verlassenen Zwergenmine entdeckt wurde, bald erneut zum Schlachtfeld werden.
Gallerie:
Kurfürst Helmut Feuerbach von Talabecland |
Milizionär aus dem Talabecland |
Quelle
- Armeebuch Das Imperium 4. Edition
- Armeebuch Das Imperium 7. Edition
- Terror in Talabheim (WFRP2)
- White Dwarf, deutsch, 134 (Februar 2007)
- Warpstone 16

