Stirland
Aus Lexicanum
Das Großfürstentum Stirland ist eine sehr geschundene Imperiale Provinz. Sie grenzt im Norden an Talabecland und die Ostmark, im Westen an Reikland sowie südlich an Averland und das Mootland. Die Hauptstadt ist Furtheim. Das Land ist zu einem Drittel mit Wald bedeckt, der Rest ist eher offene Wiese und Steppe oder gräserne Hügellandschaften. Das Land ist etwa 150 Meilen breit, doch 600 Meilen lang, Sylvania mitgerechnet.
Zu Zeiten Sigmars wurde der Barbarenstamm, der das Land an den Ufern des Stir beanspruchte, nicht von einem Häuptling sondern von einer Kriegerkönigin beherrscht. Der Name dieser grimmigen Frau, die an Sigmars Seite am Nachtfeuerpass kämpfte, ist nicht überliefert, aber die wilde Anführerin wird noch immer in Liedern und Geschichten geehrt und stellt als Kriegermaid das Zentrale Motiv des Provinzbanners von Stirland dar. Nach dem sie in der Schlacht am Nachtfeuerpass fiel, wurde ihr Sohn der erste Kurfürst von Stirland.
Das als ärmlich bekannte Land umfasst vier Flüsse, wovon eigentlich nur der Stir und der Oberaver gewichtig sind. Die anderen beiden sind Zuflüsse des Aver und liegen im Südwesten nahe der Hexentürme. Stirland mußte einen Teil seines Gebietes aufgeben bei der Gründung von Mootland weswegen die Halblinge, die eine relevante Bevölkerungsminderheit darstellen, bei den menschlichen Stirländern nicht wirklich beliebt sind. Die Bewohner des ländlich geprägten Stirlands werden allgemein als hinterwäldlerisch, starrköpfig, abergläubisch und rückständig angesehen, und es heißt, sie währen nicht nur im Sprechen sondern auch im Denken etwas langsam.
Zudem hat die Stirland immer wieder - bzw. immer noch - Probleme mit dem Fürstentum Sylvania, das sie offiziell beherrschen sollte, seit die verfluchte Provinz unter Martin von Stirland 2145 IC in dessen Herrschaftsbereich eingegliedert wurde. Große Schlachten wurden auf den Feldern Stirlands bereits geschlagen, und alle Vampirkriege begannen mit Angriffen auf diese dünnbesiedelte Provinz. Sylvania beherbergt die zweite größere Stadt des Landes, Waldenhof und die Reste der gefürchteten Burg Drakenhof.
Die größten Schlachten auf dem Territorium des Landes waren die Schlacht in der Düsterebene und die Schlacht bei Hel Fenn.
Die Farben des Landes sind grün und gelb, die Purpurgarde von Stirland trägt jedoch Purpur, die Stirländer Flußpatroullie grün und weiß. Die Stirländer Soldaten haben - gezwungener Maßen - große Erfahrung in der Bekämpfung von Untoten. In Folge dessen sind viele Stirländer fromme Sigmariten, deren tiefe Frömmigkeit sich oft bis zur Bigotterie steigert, und bei denen die Verehrung Sigmars und abergläubische Praktiken nahe bei einander liegen. Ebenso zeichneten sich auch ettliche Stirländer Kurfürsten der Vergangenheit - wie etwa der 1359 IC zum Imperator gekürte - als Eiferer der Sigmarskirche aus. Ihre Armeen werden fast immer von Sigmarpriestern und fanatischen Flagellanten begleitet und häufig von Hexenjägern und Vampirjägern unterstützt, die sehr daran interessiert sind, Hexer, Dämonologen und Nekromanten am Untertauchen in den Wäldern des verkommenen sylvanischen Teils des Landes zu hindern.
Zur Zeit des Sturm des Chaos ist Graf Alberich Haupt-Anderssen der amtierende Kurfürst von Stirland und mit seinem talabecländischen Nachbarn seid vielen Generationen in Hass und Erbfeindschaft verbunden. Der Zwist reicht bis ins Zeitalter der zwei bzw. drei Imperatoren zurück, und den neuerlichen Ausbruch eines Krieges zwischen beiden Provinzen konnte Imperator Karl Franz nur unter Einsatz all seines diplomatischen Geschicks verhindern.
Gallerie
Armbrustschütze der Staatstruppen aus dem östlichen Teil Stirlands |
Quelle
- Armeebuch Das Imperium 4. Edition
- Armeebuch Das Imperium 6. Edition
- Armeebuch Das Imperium 7. Edition
- White Dwarf, deutsch, 134 (Februar 2007) - die Farben des Imperiums
