Parravon (Stadt)
Aus Lexicanum
Parravon ist eine der bedeutendsten Städte Bretonias, unmittelbar nördlich des Waldreiches von Athel Loren an Hängen des Grauen Gebirges gelegen.
Die Stadt wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder von Orkhorden und auch von überambitionierten Kurfürsten und anderen Adligen des Imperiums angegriffen und belagert. Die Parravon, das auf einer Elfenkolonie aus der Zeit vor dem Krieg des Bartes basiert, ist von tiefen Schluchten umgeben, und kann nur über eine hohe, schmale Steinbrücke erreicht werden4, die noch aus der Zeit der Elfen erhalten und zurecht berühmt ist. Die Befestigung erwies sich bislang als zu stark für nahezu jeden Gegner - ob nun Mensch oder Grünhaut. Auch die Belagerung durch die Skaven während einer verheerenden Epedemie der Rotpocken konnte mit Unterstützung von Entsatztruppen aus Mousillon und der Waldelfen aufgehoben werden, ohne daß die Stadt fiel.
Lediglich vom großen, bösen Zauberer Constant Drachenfels, einem Nekromanten und Dämonologen, der in Schloss Drachenfels, hoch im Grauen Gebirge residierte, ist bekannt, daß er 1851 IC Parravon erfolgreich mit seinen Untoten und beschworenen Dämonen plünderte.
Parravon ist die Vaterstadt von Geneviève Dieudonné, die als junge Frau den Tod ihres Vaters durch Drachenfels' Monster mitansehen mußte, und später zu einer der berühmtesten Vampirinnen der Alten Welt werden sollte. 1
Nach seiner Abreise aus Miragliano lebte der imperiale Schriftsteller Ehrhard Stoeckers eine Zeit lang in Parravon. Dort stellte er seine Fähigkeiten in die Dienste des Herzogs, und schrieb für diesen eine dem Herrscher genehme Variante der Geschichte der Stadt, wobei der Herzog Wert darauf legte, den Anteil der Elfen an der Stadtgeschichte konsequent zu unterschlagen. Außerdem war Parravon auch der Ausgangspunkt der Expedition von Kopfgeldjäger Brunner gegen den als der Schwarze Prinz berüchtigten dunkelelfischen Banditenfürst im Grauen Gebirge, der sich Stoeckter anschloss, und nach der der Dichter in die Stadt zurück kehrte. Zugleich war die Stadt jedoch auch keineswegs frei von Korruption, was etwa auf den Hauptmann der Wache zutraf, der Brunner und Stoeckers auf ihrer Jagd begleitete, und der ihnen einen Häftling aus dem Kerker der Stadt als Führer zum Unterschlupf des Druchii-Schurken im Austausch gegen einen Anteil aus der in Schloss zu erwartenden Beute überließ. 2
Außerdem betreiben der Adel und die wohlhabenderen Bürger Parravons die Gärtnerei und Blumenzucht als Hobby. Daß einer dieser Gartenfreunde in seinem ummauerten Garten Vögel fressende Blumen züchtete, deren Früchte wiederum Chaosgeschöpfen aus dem Grauen Gebirge als Nahrung dienten, scheint seine Mitbürger - von einem halbwüchsigen Nachbarssohn einmal abgesehen - weder sonderlich interessiert noch gestört zu haben. 3
Zwerge in der Stadt
Parravon ist die einzige Stadt in Bretonia, in der eine nennenswerte Zahl an Zwergen leben, und davon die meisten im kleinen Vue de Rocher Viertel.5
Quellen
- Warhammer Festungen
- 1Drachenfels
- 2Angriff der Orcs. Der Letzte Jäger
- 3Anthologie Das Gelächter dunkler Götter - Kurzgeschichte: "Ein Gartenfreund in Parravon"
- 4 Armeebuch Bretonia 5. Edition
- 5 Dwarfs - Stone and Steel
