Nuln
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Allgemein
Der Stadtstaat Nuln ist die zweitgrößte Stadt des Imperiums. Hier treffen sich viele Handelswege, was auch kein Wunder ist, da Nuln die letzte, den kompletten Reik überspannende, Brücke hat. Auch der Fluß Aver mündet aus Averheim kommend hier in den Reik. So ist es nicht erstaunlich, daß es Nuln - das manchmal auch die «Krone der eintausend Juwelen» genannt wird - zu großem Wohlstand als Handelsstadt gebracht hat, und Altdorf sogar noch übertrifft, was gesellschaftliches Leben und Künste angeht. Allerdings wurde Nuln im Laufe seiner Geschichte wiederholt belagert, eingenommen und zerstört, aber die Menschen bauten die Stadt jedesmal wieder auf. Interessant ist, dass Nuln an der Südostspitze des Reiklandes sitzt, doch Regierungssitz der Herrscherfamilie von Whisenland ist, die auch den Prinzentitel inne hat, aber dennoch zum Reikland gehört.
Das Stadtbanner von Nuln zeigt den Löwen, der ein Symbol für große Taten ist und den Stolz seiner Einwohner auf ihren Erfindergeist und ihre Geschichte symbolisiert. Hinzu kommt die Waage, ein Symbol Verenas - der Göttin der Gerechtigkeit und Gelehrsamkeit - die in Nuln sehr verehrt wird. Standarten von Regimentern aus Nuln tragen oft auch die Darstellung von Verena als Jungfrau mit Augenbinde sowie die Kanonen, die ihre Verbindung zur Artillerieakademie versinnbildlichen. Auch das Bild der Brücke ist auf Nulner Bannern zu finden, was den Stolz der Menschen aus Nuln auf die einzige Brücke verkörpert, die komplett den Reik überspannt.
Geschichte
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Nuln zu Zeiten Karl Franz'
Obwohl Nuln auch eine Universität besitzt, die grade von akademischeren und traditionelleren Studenten bevorzugt wird, ist es doch die Imperiale Artillerieakademie, für die Nuln berühmt ist. Hier tüfteln imperiale Technikusse an neuen und besseren Schwarzpulverwaffen, hier lernen die Schmiede, die berühmten imperialen Großkanonen zu gießen und hier werden die Kanoniere im Umgang mit Mörser und Kanone ausgebildet. So kommt es, daß Nuln den Armeen des Imperators vorallem Artilleriezüge und Musketenschützen zur Verfügung stellt, die an ihren schwarzen Uniformen leicht zu erkennen sind, und die Kanonen des Imperiums die Qualität aller Kanonen der Welt übertrifft.
Daneben ist Nuln Amtssitz des Erzlektors des Sigmar, der einen Sitz im Rat der Kurfürsten beanspruchen kann. Außerdem hat der Stadtstaat einen Kurfürsten - bzw. eine Kurfürstin, Emanuelle von Liebwitz die gleichzeitig den Kurfürsten-Titel des Whisenlands inne hat. Sie ist berühmt-berüchtigt für ihre dekadenten Feste, ihre Amoral und ihren Verschleiß an Liebhabern. Unter der Herrschaft Emanuelles war die Stadt so von Korruption durchdrungen, daß sich der Chef ihrer Geheimpolizei nicht scheute, Geschäfte mit Thanquol, einem Grauen Propheten der Skaven zu machen. Nach dem Tod des Geheimrats - und Knochenbrechers - setzte Thanquol die Pestilenz des Seuchenklans, Kreaturen des Züchterklans und ein Überfallkommando des Skryre Klans, das in die Technikusakademie einbrach, gegen Nulns Bürger ein. Im Verlauf des finalen Sturms auf die Stadt hetzte er schließlich einen Assassinen des Eshinklans auf die Kurfürstin, die gerade einen Maskenball gab, und ließ ganze Straßenzüge mit Warpflammenwerfern in Brand setzen.
Gotrek & Felix retteten Nuln und seine Fürstin im letzten Moment vor der Vernichtung durch die Rattenmenschen, die mit ihren teuflischen Kriegsmaschinen aber trotzdem schwere Verwüstungen anrichteten und Teile der Stadt halb zerstört hinterließen.
Moderne Technik & florierender Handel
Die große Brücke Nulns gilt zu Recht als eines der technischen Wunderwerke des Imperiums, und die Stadt verfügt über eine erstaunlich gut ausgebaute, teilweise aus Ziegeln gemauerte Kanalisation, die von der Kloakenwache patroulliert wird. Neben der bereits erwähnten Artillerieakademie und der Universität verfügt die Stadt über eine ganze Reihe von Eisengießereien, die für den Nachschub an Geschützrohren sorgen, aber auch die Waffenschmiede, die für die Herstellung der Musketen sorgen, die von hier ins ganze Imperium geliefert werden. Diese Industrien sind allerdings auf die andere Seite des Reik verbannt, da Emanuelle von Liebwitz natürlich nicht von ihrem Lärm belästigt werden will - was auch für die Patrizierschaft, den Stadt- und Geldadel Nulns gilt. Wegen der verschiedenen Handelsrouten, die hier auf einander treffen und sich kreuzen, existieren in Nuln zahlreiche Handelsgesellschaften, und Kaufleute aus Altdorf, Averheim, Carroburg und selbst Marienburg und den tileatischen Stadtstaaten unterhalten hier Filialen. Felix Jaegers älterer Bruder Otto leitete hier ein Kontor für seinen Vater, und die Kaufmannschaft konnte sich erstaunlich schnell von den Verwüstungen, die Thanquols Skaven angerichtet haben, erholen. Der Sturm des Chaos hat die Wirtschaft sogar noch beflügelt, da ein noch größerer Bedarf an Waffen und Kanonen im Imperium besteht, als je zu vor.
Dunkle Seiten
Wie alle großen - und selbst die meisten kleineren - Städte der Alten Welt hat auch Nuln seine Slums, in denen die Armen in Wohnverhältnissen hausen, die schicht furchtbar sind und es Kaschemmen und Speklunken gibt, deren Wirte sich keinen Deut um die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Gäste scheren. In diesen Elendsquartieren brechen natürlich immer wieder Seuchen aus, für die neben den Lebensumständen ihrer Bewohner und den Skaven auch Nurglekulte verantwortlich sein können... Daneben weist die Stadt auch eine erstaunlich gut organisierte Verbrecherwelt auf, die nicht - wie anders wo üblich - von einer Diebesgilde, sondern von mehreren kriminellen Familiensyndikaten beherrscht wird. Die Odenhallers sind nur einer dieser konkurrierenden Familienclans, die eng mit den Handelshäusern und Wirtschaftsunternehmen der Stadt verzahnt sind, und ihre Wurzeln zum Teil in Tilea haben. Neben diesen Verbrechern, die hinter den Fassaden der Häuser um den Kommerzplatz sitzen und sich zuweilen nicht scheuen, mit Chaoskulten Geschäfte zu machen, und mit verfluchten Artefakten zu handeln, existiert noch eine verborgene Mutantengemeinschaft in den Katakomben unter der Stadt. Diese ist als der Nachtmarkt bekannt und stellt ebenso eine Bedrohung für den Stadtstaat dar, wie die Skaven oder die berüchtigten Nekromanten von Nuln, die allerdings nach dem Feuertod ihres Anführers ins Graue Gebirge geflohen sind.
Die Nulner Armeeorganisation
Der Artilleriezug von Nuln gilt als ausgesprochen starke Fernwaffenarmee und ist mit Sicherheit eine der modernsten der Alten Welt. Sie verzichtet weitgehend auf die Hilfe verschiedenster Ritterorden.
Zwerge in der Stadt
Zur Zeit gibt es in Nuln etwa 850 Zwerge, vor allem im Schwarzrauch Viertel. Anders als in anderen Städten des südwestlichen Imperiums, trifft man hier weit über 10 Zwergenklans an, und nicht nur zwei oder drei.
Galerie
Hier einige Beispiele von Nulner Soldaten:
Soldat eines Regiments der Artillerieschule von Nuln |
Standartenträger eines Musketenschützen- regiments aus Nuln |
Meisterschütze eines Musketenschützen- regiments mit Bündelmuskete aus Nuln |


