Heinrich Kemmler
Aus Lexicanum
Heinrich Kemmler ist einer der größten Nekromanten aller Zeiten. Er wird auch Patriarch der Verdammten genannt, nach dem er den Todesfürsten Crovan seinem eigenen, stärkeren Willen unterwarf, der ihn zuvor in seinem verfluchten Schloss Vermiscae 5 Jahre in absoluter Dunkelheit eingekerkert hatte. Er zog sich den unsterblichen Hass der Waldelfen Athel Lorens zu, als er mitten im Winter, tausende von Skelettkriegern auf den geschwächten Wald losließ als Orion und Ariel schliefen und das Waldreich so beinahe überrannt hätte.
Obwohl Heinrich Kemmler in seinen berüchtigten und wirren Monologen widerholt eine große Scheu davor äußerte, die letzte Schwelle zu überschreiten, ist zu vermuten, das er mittlerweile auch selbst ein Todesfürst ist.
Heinrich Kemmler hat die Kunst der Nekromantie weiterentwickelt, und seine eigenen, "verbesserten" nekromantischen Zaubersprüche in seinen Büchern niedergelegt, die als Lehre des Patriarchen bekannt ist. Einige dieser Schriften fanden während Kemmlers Perioden der Schwäche ihren Weg auf die Schwarzmärkte der Alten Welt. Obwohl solch ein Spruchbuch aus dem Besitz des Patriarchen der Verdammten für Adepten der nekromantischen Künste von unschätzbarem Wert ist, stellt solch ein Werk zugleich ein immenses Risiko dar: Viele der Zauber, die Kemmler entwickelte, sind für schwächere Magier viel zu mächtig, und es ist schon mehr als einem Möchtegern-Totenbeschwörer passiert, daß er mehr erhielt, als er beabsichtigt hatte, und die erweckten Untoten nicht kontrollieren konnte.
Schon mehrfach wurde er für tot gehalten, aber bislang ist er noch immer wieder aufgetaucht, um neues Unheil zu stiften. Selbst, nach dem ihn ein Tiermensch nach einer Niederlage gegen eine Kriegsherde im Reikwald mit der Axt des Henkers enthauptet hatte, und seinen Kopf auf die Spitze eines Herdensteins setzte, war er nicht wirklich gestorben, sondern hatte viel mehr eines der Skelette angewiesen, seinen Körper und Kopf wieder zusammen zu bringen, um sich anschließend davon zu machen.
Weiterführende Informationen
Heinrich Kemmler geistert bereits seit der 2. Edition durch die Warhammerwelt, wo eine erste Miniatur von ihm zusammen mit einem sog. Szenariopack unter dem Titel «Terror of the Lichemaster» erschien. Im Warhammer Fantasy Roleplay hatte er ebenfalls seinen Auftritt und stand im Mittelpunkt des Abenteuers «Lichemaster». Ab der 4. Edition des Tabletop-Spiels war er schließlich ein Besonderes Charaktermodell, wobei für ihn und Krell je eine Miniatur erschienen.
Nach dem er im Armeebuch Vampire 6. Edition nicht mehr enthalten war, wurden im White Dwarf Regeln für Kemmler & Krell in der 6. Edition zusammen mit der Neuauflage des Szenarios für die 3-Parteienschlacht um den Angriff auf die Abtei La Maisontaal abgedruckt. 2005 wurde dann eine dreiteilige Kampagne um seinen Angriff auf Athel Loren im White Dwarf veröffentlicht, wobei seine Geschichte noch einmal erheblich ausgebaut und mit Jahreszahlen versehen wurde. Außerdem erhielt er dabei seine eigene Magielehre und Armeeliste (die Armee der Grabhügel), da ihm weder die Armeeliste der Vampirfürsten, noch die der Gruftkönige gerecht werden.
Anmerkung:
Dieses Modell war ein Besonderes Charaktermodell im Spiel Warhammer.
Quellen
- Terror of the Lichemaster
- Lichemaster (WFRP)
- Armeebuch Untote 4. Edition
- Armeebuch Vampire 5. Edition
- White Dwarf, deutsch,
- White Dwarf, deutsch, 45 Seite 38ff
- White Dwarf, deutsch, 75 Seite 20ff
- White Dwarf, deutsch, 117 - 119 (September - November 2005) - Die Rückkehr des Patriarchen der Verdammnis
