Großer Krieg gegen das Chaos

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Der Große Krieg gegen das Chaos, welcher auch der Große Einfall des Chaos genannt wird, fand in den Jahren 2301-2302 imperialer Zeitrechnung statt und bleibt selbst heute, nach dem Einfall der Horden Archaons, eine der grössten Katastrophen in der Geschichte des Menschenreiches.

Inhaltsverzeichnis

Zustand der Alten Welt vor dem großen Krieg

Die Katastrophe brach über ein Imperium herein, das zu dieser Zeit gerade dabei war, sich selber zu vernichten. Denn gleich vier Kurfürsten behaupteten damals von sich, ein Anrecht auf den Titel Imperator zu haben und keiner war auch nur im Geringsten gewillt, sich in seinen Machtansprüchen zurückzuhalten. So befanden sich die Armeen von Marienburg, Talabecland, Middenheim und Reikland in erbittertem Krieg gegeneinander und hinterließen auf ihrem Marsch durch das Reich nur Asche, Leichen, Hungersnot und Ruinen. Zur gleichen Zeit erweiterten die Chaosportale des Nordens einmal mehr ihren unheilvollen Einfluss auf die Welt. In den Wäldern des Imperiums vermehrten sich die Bestien des Chaos in großer Zahl, während sich in der Chaoswüste das gewaltige Heer von Asavar Kul, dem Gesalbten, sammelte und sich auf den Marsch in Richtung Süden machte. Das Imperium verfiel zunehmend in Anarchie, als die Macht des Chaos den Boden verdarb, Seen und Brunnen austrockneten, das Vieh abscheuliche Missgeburten zur Welt brachte, derweil der Bürgerkrieg weiterging und in den Städten sich immer öfter Chaoskultisten mit ihren Anhängern gegen die Obrigkeit erhoben. Brunnen füllten sich mit Schleim, das Vieh bekam Pocken und das Korn verdorrte oder wurde von Insekten vernichtet. Das Ostland und die Ostermark wurden fast gänzlich von Marodierenden Tiermenschenhorden beherrscht. Große Banden des Chaos kamen bis in die Wolfshügel im Norden von Altdorf, und das Imperium wurde überflutet von flüchtenden Orkhorden. Selbst der an sich sichere Reikwald war von zahlreichen Tiermenschenhorden unsicher geworden. Zahllose Menschen traten in ihrer Verzweiflung den Flagellanten bei, Hexenjäger waren an allen Ecken und verbrannten Schuldige und Unschuldige gleichermaßen. Magier des Chaos erhoben Anspruch über die Kontrolle vieler Städte.

Asarvar Kuls Marsch

Bald kam das Heer von Asavar Kul in Sichtweite der nördlichsten, von Menschen der Alten Welt bewohnten Länder. Schnell verbreitete sich die Kunde von der größten je gesehenen Chaosarmee. Mancher Bericht beziffert seine Zahl auf 100.000, andere gehen sogar bis auf 300.000 Mann. In jedem Fall bleibt das Heer von Asavar Kul das größte, dass jemals als einheitliche Chaosarmee aufgetreten ist. Während Asavar Kul über den Höhenpass nach Kislev eindrang, rückte Engra Todesklinge aus Richtung Nord-Nordwest gegen Praag vor, wo er seine Anhänger mit Asavar Kuls riesiger Armee vereinen sollte. Gleichzeitig griff Valnir Æsling Kraka Drak, die Hauptstadt der Norscazwerge an. Karak Dum und Karak Vlag die nördlichsten zwergischen Wehrstädte wurde von der Chaoswüste verschlungen, und Sven Blutfaust überfiel von Nordwesten kommend Erengrad, und brannte es nieder, ehe er sich über das Meer zurückzog. Hierbei war vermutlich auch Scyla Anfinngrim, von dem jedoch vermutet wurde, das er später noch in vor den Toren Kislevs an der Seite von Engra Todesklinge kämpfte. Auch andere finstere Heroen des Chaos kämpften in der Armee von Asavar Kul, so namentlich Arbaal und vermutlich Aekold Helbrass.

Der Widerstand sammelt sich

Alexi Vasilivich, damals Tzar von Kislev sandte Boten nach Süden, um Beistand zu erbitten und der Graf von Ostland war der erste, der auf die Bitten hören sollte. Er zog innerhalb einer Woche nach Ankunft der Sendboten aus Wolfenburg nach Norden, um Kislev beizustehen. Als der Herbst kam, lag das Imperium weitgehend in völliger Anarchie. Hungersnot, Zerstörung, Bürgerkrieg und ständige Angriffe durch Tiermenschen und Chaoskultisten hatten die Ordnung zum Einsturz gebracht. Es wird behauptet, dass zu dieser Zeit der zweischweifige Komet, das Zeichen des Sigmar, am Himmel zu sehen gewesen sein soll. In der Stadt Nuln wurde zu dieser Zeit ein junger Sigmarspriester bekannt, der durch seine Brandreden immer weitere Anhänger gewann und der vielen als der Erlöser aus ihrer Misere erschien. Viele schlossen sich diesem Mann an, der später als Magnus der Fromme in die Geschichte eingehen sollte. Nuln wurde so die erste Stadt, die zumindest weitgehend frei wurde vom Makel des Chaos.

Die Kämpfe in der Alten Welt

Im Winter des Jahres 2301 kam es zur ersten Schlacht im großen Krieg gegen das Chaos. Die Armeen des Grafen von Ostland und die gesamte kislevitische Armee trafen sich zwischen den kislevitischen Städten Murmagrad und Chazak jenseits des Lynsk. Es wurde die erste vernichtende Niederlage für die Menschen. Fast die gesamte menschliche Streitmacht wurde von der Chaosarmee ausgelöscht. Nur wenige überlebten und trugen die schreckliche Kunde südwärts. Im Frühling 2302 überquerten die Horden den noch gefrorenen Lynsk und griffen die letzten regulären Truppen Kislevs nun von beiden Seiten an.

Praag und die Zwergenstädte

Zuallererst erreichte die Horde von Engra Todesklinge und seine Horden des Chaos Praag an ihrer Seite vermutlich die Horde von Erlok Einauge, die aus Erengrad kamen. Tausende der Bevölkerung der näheren Umgebung waren in die Stadt geflohen, und brachten alle Nahrung und Vieh mit, derer sie habhaft wurden. Obwohl innerhalb der Stadt an jeder erdenklichen Stelle Nahrung angebaut wurde, starben die ersten Bewohner an Hunger, und Seuchen des Nurgle verbreiteten sich. Die Horden des Chaos vor den Toren bereiteten sich auf eine lange Belagerung vor, und unternahmen nur kleine Vorstöße auf die Tore und Mauern der Stadt. Sie warteten lange Zeit ab, bis auch die Horden Asavar Kuls sich ihrer Armee anschlossen. Im Winter 2302, nach einem Jahr der Verteidigung durchbrach Arbaal die Tore der Stadt. Ein Entsatzheer der Truppen von Magnus war bereits einen Tagesritt vor den Mauern der Stadt, doch konnte die Bewohner nicht mehr retten. Mit dem Fall von Praag toste ein Schwarzer Wind des Chaos über die Welt, die nicht nur Praag erfasste, sondern auch die Zwergenreiche Karak Vlag und Karak Dum mit sich riss. Praags Schicksal war das grausamste. Mensch und Stein wurden eins. Gequälte Seelen waren im Mauerwerk gefangen. Wenige entkamen der Belagerung und warnten den Tzaren in Kislev. Von Magnus heißt es, er hätte Blut geweint, als er von der Niederlage gehört hat. Als Sie dort ankamen, sahen sie nur noch Tod und Zerstörung und folgten der Spur des Chaos voller Wut. Bald erreichten Sie eine Tiermenschennachhut der Horde, die Sie mit Leichtigkeit niedermachten. Es war keine große Armee, dennoch war dieser Sieg wichtig, da die Horden des Chaos plötzlich nicht mehr unbesiegbar schienen.

Die Schlacht um Kislev

Die Armee des Chaos marschierte weiter auf Kislev zu, das zu dieser Zeit bereits eine neue hastig zusammengestellte Armee erhalten hatte, und ein großes Kontingent von Kriegern aus Karaz-A-Karak. Die Reiterei des Imperiums war bereits in ihrem Rücken. Die Armee Asavar Kuls erreichte die Hügel der Stadt Kislevs zeitgleich mit der Magnus des Frommen. Diese war zwar noch auf dem Weg nach Praag, benötigte jedoch dringend neue Verpflegung. Die Horden des Chaos umzingelten die Stadt gänzlich, überall wehten die Schwarzen Banner Asavar Kuls. Der erste Ansturm der Horden des Chaos wurde durch die wütenden Tiermenschen durchgeführt, und vor allem durch die Zwerge abgeschlagen. Dennoch erstürmten die Horden des Chaos die äußeren Verteidigungswälle. Während die Truppen das zweite mal angreifen wollten, griff die Armee des Imperiums die gewaltige Horde an. Die Armee des Chaos teilte sich, und ein Teil wendete sich dem Imperium zu, während die andere Hälfte die Stadt weiterhin angriff. Der erste Angriff des Imperiums verjagte, besiegte und tötete jedoch tausende Chaoskrieger, und unzählige Tiermenschen. Bald jedoch machte sich die schiere Übermacht des Chaos bemerkbar und so wurden die Truppen des Imperiums umzingelt und sahen sich in einer Verteidigungsposition. Ein Ausfall von dreihundert Zwergen machte sich daran, die Belagerung am Südtor zu durchbrechen und den Truppen des Imperiums beizustehen. Nach wenigen Augenblicken mußten sie sich jedoch wieder zurückziehen. Es kamen nur noch knapp die Hälfte von ihnen in die Stadt zurück. Nun, da die Gefahr durch das Imperium gebannt schien, wandte sich die Elite der Chaoshorde wieder der Stadt zu. Drachenoger, Chaoskrieger, Dämonen und allerlei finstere Helden und Magier auf abscheulichsten Monstern versuchten Kislev zu erobern. Zwerge wie die Reste der Kislevitischen Armee mit dem Tzar an der Spitze machten sich auf die finale Schlacht bereit, als die Reiter des Imperiums, hochgerüstet und zornig in die Nordflanke der Chaoshorde einfielen. Zahllose Ritter, Flügelulane und sonstige Reiter durchbrachen die Ränge des Chaos. Magnus und seine Getreuen hatten sich auf einem Hügel in der Nähe verschanzt und sahen sich ständigen Angriffen ausgesetzt. In einem todesmutigen Angriff unterstützten Sie nun die Reiterkrieger. Fast zeitgleich stießen Zwerge wie Kisleviten die Stadttore auf und übten den Ausfall. Nachdem vor allem die Tiermenschen in wilder Flucht begriffen waren, war es den anderen Chaosanhängern nicht mehr möglich, den Angriffen ausreichend Stand zu halten. Nach und nach verteilten sich die Kriegerrotten und flohen in alle Himmelsrichtungen. Zahllose Tote brachte der Krieg mit sich, doch die Gefahr war gebannt.

Die Kämpfe in Ulthuan

Der Große Krieg gegen das Chaos fand zur selben Zeit auch auf Ulthuan statt, wo es zu einer gewaltigen Invasion durch alliierte Druchii und Chaostruppen kam. Gleichzeitig bedrohte der Vormarsch der Chaoshorden sogar die zu dieser Zeit mit dem Chaos verbündeten Dunkelelfen an ihren Grenzen. Näheres hierzu siehe: Große Invasion des Chaos.

Die Alte Welt nach dem Großen Krieg

Nach der Schlacht verschwanden die Dunklen Wolken, und mit ihnen lösten sich die Dämonen auf. Praag wurde niedergerissen, und wieder neu erbaut, es ist jedoch noch immer eine verflucht Stadt, in der jedoch noch heute die Toten unruhig sind, und die Nerven der Bewohner durch vielerlei Spuk und Horror geprüft werden. Magnus wurde Imperator, und vereinte das Imperium erstmals seit Jahrhunderten. Ostland und auch die Ostermark wurden von den Tiermenschenhorden befreit, und die Gors weit in das Land der Trolle gejagt. Die folgenden zweihundert Jahre gab es so gut wie keine Überfälle durch die Horden des Chaos, auch wenn allen klar war, das die Tiermenschen sich bereits erneut weite Teile des Waldes erobert hatten.

Quelle

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