Gralskapelle

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Bretonische Gralskapelle von Forge World (Design: Mark Bedford)

Gralskapellen sind heilige Orte, die der bretonischen Göttin, der Herrin des Sees, geweiht sind. Sie sind daher mit Tempeln oder Kirchen zu vergleichen.

Inhaltsverzeichnis

Allgemein

In Bretonia gibt es vermutlich tausende Gralskapellen, die von adligen Bretonen gestiftet wurden. Der Grund, warum ein Ritter, Baron oder Herzog eine Gralskapelle stiftet kann vielfältig sein: Der Segen der Herrin des Sees, die ihn eine aussichtslos scheinende Schlacht überleben oder gar gewinnen ließ, das Überstehen einer schweren Krankheit, die Gunst und Liebe der Frau seines Lebens zu finden, die Geburt eines Sohnes, das Ende einer Seuche, die die Gemeinen tötete und das Land veröden ließ. Neben dem Gelübte neue Gralskapellen zu stiften, ist auch das Versprechen, eine alte halbvergessene und verfallene Gralskapelle wieder herrichten zu lassen, sehr beliebt, wenn man die Herrin um ihren Beistand bittet. Häufig werden Gralskapellen an Orten einer Gralserscheinung errichtet, bzw. dort, wo einem Questritter den heiligen Kelch fand, und es ihm erlaubt wurde, aus dem Gral zu trinken, und zu Gralsrittern zu werden.

kleinere bretonische Gralskapelle (Eigenbau von französischer GW-Homepage)

Während große und berühmte Gralskapellen in den Städten und Dörfern des Königreiches oder unmittelbarer Nachbarschaft einer bedeutenden Burg Pilgermassen anziehen und prächtig ausgeschmückt sein können,liegen viele kleine, fast vergessene Gralskapellen in abgelegenen Regionen des Landes oder sind kaum mehr als ein Schrein am Wegesrand. Einige halb vergessene Gralskapellen liegen auch innerhalb der Grenzen Athel Lorens, und stellen häufig die Ursache für in der Regel verhängnisvolle Konfrontationen und fatalen Fehden mit den Waldelfen dar. Andere sind in den Ausläufern der von Bestien bewohnte Regionen des Orkmassivs, des Waldes von Chalons, des Grauen Gebirges oder sogar den Grenzgrafschaften zu finden und werden nur von den fanatischsten - und lebensmüdesten - Pilgern aufgesucht.

typische Inndecors einer Gralskapelle

Gralsritter, die den Weg des Eremiten einschlagen, übernehmen es häufig, eine Gralskapelle irgendwo in der Wildnis zu beschützen und sie gegen alle verdorbenen Kreaturen, die sie besudeln, entweihen oder zerstören könnten, zu verteidigen. Insbesondere abgelegene Gralskapellen, die manchmal über Jahrhunderte von keiner Menschenseele mehr besucht wurden, verfallen häufig auch zu Ruinen, und gelegentlich werden die Mauertrümmer solcher ehemaliger Gralskapellen sogar als Munition für ein Trebuchet verwendet, da die Bretonen sich von den geweihten Steinbrocken eine besonders verheerende Wirkung auf ihre Feinde erhoffen.

Architektur

Die Bauart einer Gralskapelle ist nicht strikt festgelegt, doch nicht selten ist ihre Grundform der Fleur-de-Lys nachempfunden. Im Hauptschiff, das oft auch in einen Turm übergeht, befindet sich häufig ein Altar, auf dem sich ein wertvolles Relikt, beispielsweise ein magisches Schwert, befindet. Nicht selten gibt es auch ein Becken mit sprudelnder Quelle, ähnlich den Tempeln der Shallya. Dem geweihten Wasser solcher Brunnen wird in der Regel eine heilkräftige und wundertätige Wirkung zugeschrieben. Tatsächlich kann eine Phiole davon für einen Pilger ein effektiver Schutz gegen die Untoten sein. Üblicherweise liegen in den Seitenschiff oder in einer Krypta die Grüfte von Gralsrittern. Auch ein Messgebäude für die Dienerin der Kapelle, den Gralsjungfern ist häufig. Beliebt sind zudem große Fenster aus buntem Glas.

Namhafte Gralskapellen

Quellen