Ghoule

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Ghoule aus den Vampirarmeen (6. Edition)

Inhaltsverzeichnis

Allgemein

Ghoule, auch Guhle waren ursprünglich Menschen, die das Fleisch der Verstorbenen aßen. Durch dieses frevelhafte Tun - und wohl auch, weil die Körper neben Leichengift auch mit Warpstein verseucht waren - verkümmerten und degenerierten sie zu etwas, das nur entfernt Menschen ähnelte - den Ghoulen. Ihre Klauen gelten als infektiös und giftig. In jüngerer Zeit spricht man wegen ihrer Lebensweise und ihrer degenerierten Natur auch von Gruftghoulen. Es ist bekannt, daß ihr wahnsinniger Geist leicht von nekromantischer Magie - oder dem starken Willen eines Vampirs - dominiert werden kann, der sie bei Bedarf zwingt, sich den Horden der Untoten anzuschließen, obwohl sie eigentlich selbst noch leben und der sie mit einem magischen Befehl herbeirufen kann. Allerdings folgen die Ghoule den untoten Horden wegen des "reich gedeckten Tisches" nach der Schlacht eigentlich ganz bereitwillig. Anführer ganzer Rotten dieser Wesen nennt man Ghast oder Gruftghast.

Die Heimat der Ghoule

Die ersten Ghoule entstanden an den Ufern der Schorfsee, eines mit Warpstein verseuchten Binnenmeeres. Die dort lebenden Barbarenstämme verehrten Nagash, den ersten und größen Nekromanten als Gott. Der Herr von Nagashizzar verführte sie dazu, das Schwarze Mahl - das rituelle Verzehren von Leichen - zum Teil ihres Kultes zu machen. Dadurch entstanden aus diesen unglücklichen Menschen die ersten Ghoule.

Anderenorts kam es aus purer Not dazu, daß Menschen sich der Todsünde des Kanibalismus zuwandten - etwa in Mousillon oder Sylvania: Diese Bauern verarmten und waren nicht mehr in der Lage etwas zu Essen zu kaufen. Aus der Verzweiflung heraus begannen sie sich auf Friedhöfe zu schleichen und von den dort liegenden Leichen zu essen. Dieses unmenschliche Verhalten sorgte auch bei ihnen dafür das sich ihr Äußeres wandelte und sie bzw. ihre Nachfahren heute den Menschen nur noch entfernt ähnliche Ghoule sind, die sich nicht scheuen, lebende Menschen zu schlachten, wenn es an Toten mangeln sollte. Von dem Dorf Naubonum in Sylvania etwa ist bekannt, daß dort während der großen Hungersnot nach einer Reihe schwerer Missernten keiner verhungert sei, und auch der sogenannte Ghoulwald in der verfluchten Provinz trägt seinen Namen nicht ohne Grund. Meist hausen Sie in der Nähe von Grabstätten und Höhlen, in die sie sich zurückziehen können, um sich vor Nachstellungen zu verstecken.

Im verfluchten Herzogtum Mousillon in Bretonia soll es mittlerweile unter den Ghoulen einige geben, die deutlich intelligenter sind, als die Mehrzahl ihrer bestialischen Artgenossen, mit Waffen umgehen können und Teilrüstungen tragen. Unter Führung des sogenannten Kannibalenritters (engl. The Cannibalistic Knight) sind sie tatsächlich eine der rivalisierenden Gruppen, die um die Macht in der verkommenen Stadt ringen, deren Säuberung durch einen Bretonischen Kreuzzug auf Befehl König Louen Leoncoeurs noch immer aussteht.

In Marienburg gab es einen Metzger, der insgeheim ein Kultist des Mordgottes Khaine war, und seinen ahnungslosen Kunden Menschenfleisch verkaufte, und dadurch für eine wachsende Population von Ghoulen sorgte, die sich in den Katakomben der Stadt verbarg. Die Stadt Tobaro in Tilea mit ihren ausgedehnten Grabgewölben unter der Akropolis hat bekannter Maßen ebenfalls ein gewisses Problem mit Ghoulen.

Die Rolle der Ghoule unter den Untoten

Ghoule dienen willig den Vampiren in der Schlacht, nicht zu letzt als Kundschafter, und ihre verdreckten Klauen können ihren Opfern nicht nur schwere Wunden reißen, sondern sie auch vergiften. Besonders in den Armeen der Strigoi sieht man die Horden der Ghoule sehr oft, die um die degenerierten Vampire dieser Blutlinie einen bizarren Hofstaat bilden. - Nicht von ungefähr nennt man die Strigoi , von denen einige die vampirische Kraft haben, Ghoule herbeizurufen, auch Ghoulkönige. Vorag, der eine Armee aus Ghoulen um sich sammelte, und im Süden der Länder der Finsternis seine Festung errichten ließ, war lediglich der bekannteste von ihnen. In den verkommenen Friedhöfen außerhalb Miraglianos soll ebenfalls ein Strigoi Vampir mit seinem ghoulischen Hofstaat gehaust haben, der den Skaven diesen Zugang zum Stadtstaat versperrte.

Guhle gelten bereits als untot.
Anm.: Ob dies ein Übersetzungsfehler oder eine Falschinformation ist oder es sich dabei um eine andere Art handelt ist nicht bekannt.

Ghoule in der Lehre der Nekromantie

Ghoule verloren einen Teil ihrer Seele und bestehen nur noch aus Kha, Khaibit, Ka, Ba und Sekhem.

Auf dem Blood Bowl Feld

Das Blood Bowl-Universum ist dem Warhammer-Universum sehr ähnlich, doch gibt es gewaltige Unterschiede:
Per Definition handelt es sich um zwei parallele aber getrennte Welten, in denen jeweils die selben Rassen, Völker, Nationen, Städte usw. existieren. Daher treffen die Informationen in diesem Bereich sicher zu 100% auf das Universum von Blood Bowl zu, müssen aber in dem Universum der Warhammerwelt wenig oder gar nicht zutreffen.


Ghoule für Blood Bowl

In Untoten- und Nekromanten-Teams spielen die eigentlich feigen Ghoule auch Blood Bowl, wobei sie von allen Spielern, die ein Coach vom Schlage des Nekromanten Tomolandry auf das Feld schicken kann, die einzigen sind, die - von Vampir-Starspielern einmal abgesehen - das Tempo und die Agilität besitzen, um als "Blitzer" über das Feld zu sprinten.

Miniaturen

Während die Miniaturen der Ghoule aus der 4. Edition aufgeschwemmt wirkten, erscheinen die Ghoule, die mit dem Armeebuch Vampire herauskamen, ausgemergelt und halb verhungert. Für Mortheim erschienen schließlich besonders makabere Ghoulminiaturen, die eine Vielzahl von Leichenteilen mit sich herumschleppten.

Die Ghoule, die als Blitzer in den Blood Bowl-Teams der Untoten spielen, entsprechen vom Erscheinungsbild noch der 4. Edition.

Für die Vampirarmeen bei Warmaster sind ebenfalls Ghoul-Miniaturen erschienen.

Ghoule der 4. Edition
Ghoule mit ihrer grausigen Beute für Mortheim
Gruftghoule der 7. Edition

Die ältesten Ghoul-Miniaturen scheinen eher die als untot dargestellten Guhle zu verkörpern.

Ghoul aus den 80er/90er Jahren
Ghoul aus den 80er/90er Jahren

Quellen

Persönliche Werkzeuge