Flagellanten

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Flagellanten aus der 6. Edition

Das Imperium ist ein gefährlicher und oft auch brutaler Ort um zu leben. So ist es kein Wunder, dass viele Menschen, durch Krieg oder Seuchen gezeichnet, verrückt werden und als Flagellanten oder Zeloten durch die Länder ziehen. Mit der Flaggelation (lateinisch flagellum = peitschen) wird versucht das sündige Fleisch abzutöten, das Schuld an ihrem Leiden ist.

Es ist üblich, dass sich die Flagellanten zu großen Gruppen sammeln, besonders wenn Seuchen oder Kriege drohen, und unter der Führung eines Strassenpredigers durch die Länder ziehen. Diese Untergangspropheten predigen von ihren Visionen, dass der Untergang der Welt kurz bevor stehe. Sollte einer Gruppe Flagellanten zu Ohren kommen das eine Schlacht stattfindet so werden sie sich sicher auf dem Schlachtfeld einfinden. In der Erwartung, dass dort die entscheidende apokalyptische Schlacht geschlagen wird, stürmen die Flagellanten ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben auf den Gegner zu. Als Waffen verwenden sie Flegel, Peitschen, Ruten oder andere Gerätschaften mit denen sie sich sonst selbst geißeln. Sie steigern sich in religiöse Wahnvorstellungen.

Da sie fest mit dem Untergang der Welt rechnen, gibt es für sie in der sterblichen Welt keine Schrecken mehr. Angst zeigen sie weder vor dem Opfertod, den sie herbeisehnen, noch vor Schmerzen, an die sie sich durch ihre eigene Folter gewöhnt haben.

Flagellanten (für Mortheim)
Flagellanten (7. Edition, Plastik)

Oftmals schließen sich Flagellanten religiösen Kreuzzügen an, oder folgen fanatischen Sigmarspriestern wie Luthor Huss auf ihrer selbstgewählten Mission, wobei solch ein zerlumptes Heer in seinem religiösen Wahn leicht zur Bedrohung für alles und jeden werden kann. Außerdem sind Flagellanten nicht selten auch im Gefolge von Sigmar-gläubigen Hexenjägern anzutreffen, wie jene, die in die Ruinen des von einem Kometen zerstörten und von Gesindel aller Art heimgesuchten Mortheim zogen. Die Inquisitoren des Imperiums bedienen sich im Kampf gegen die Schrecken des Chaos und des Untods nur allzu gerne dieser Individuen, die zwar halb verrückt aber zugleich auch absolut furchtlos sind. Sie können leicht gegen jeden tatsächlichen oder vermeintlichen Ketzer aufgehetzt werden, und lassen sich vom Feind weder kaufen noch einschüchtern. In einer Schlacht werfen sie sich mit theatralischen Gesten ins Getümmel, um dort Opfertod und Erlösung zu finden.

Auch Gotrek und Felix Jaegar hatten bereits mehrfach das "Glück" diese Selbstgeißler zu treffen. Felix Abscheu ihnen gegenüber ist weitbekannt. Die blutenden Kreuzmuster und die klaffenden Wunden von Stichen ekelten ihn an, als er vor den Mauern Hauptmannsburg sich einer Armee anschloss, die eine große Orkarmee aufhalten sollte. Dieser erzählte dort seine Visionen an die versammelte Armee des Imperiums, darunter auch Söldnern aus Tilea und Reichsgardisten.

Nach dem Sturm des Chaos wurde ein gewaltiges, rollendes Monument der Belagerung von Middenheim erschaffen, das 10.000 Flagellanten von Stadt zu Stadt ziehen. Es trägt den Namen «Middenheim erlöst von der Finsternis».

Nurgle

Flagellanten des Nurgle

Wenn der Chaosgott Nurgle seine Segnungen in Form schrecklicher Seuchen verteilt, werden oft ganze Dörfer entvölkert. Manche Überlebende verlieren angesichts des Verlustes ihrer Angehörigen und ihrer gesamten Existenz ihren Verstand und ziehen in Gruppen durch das Land, um durch perverse Selbstgeißelung die Gunst Nurgles zu erringen. Diese verseuchten Flagellanten sind in Siedlungen verständlicherweise unwillkommen, und viele von ihnen schließen sich den Horden des Chaos an, um ihrem abartigen Gott zu dienen.

Weiterführende Informationen

Das rollende Monument der Belagerung von Middenheim wurde auf einer Illustration von Karl Kopinski dargestellt.

Näheres zu historischen Flagellanten im europäischen Mittelalter findet sich auf Wikipedia.

Quellen

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