Archaon
Archaon, Herr der letzten Tage ist der Anführer der Chaostruppen die im Zuge des Sturm des Chaos die gesamte alte Welt bedrohten und der vermutlich größte sterbliche Chaoschampion auch bekannt als Erzchampion aller Zeiten. Er wird auch als die Dunkle Bestie, der Auserwählte und der Schwarze Erlöser bezeichnet.
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Seine Herkunft
Bevor Archaon vor rund zweihundert Jahren seinen Aufstieg zum "Herrn der letzten Tage" (oder auch "Herr der Endzeit") begann, soll er ein Templer des Sigmar gewesen sein. Ein Fanatiker, der das Chaos und seine Kultisten jagte und auszurotten suchte. Außerdem ein fähiger Kommandant und meisterhafter Taktiker und geschult in allen militärischen Künsten. In seinem Versuch, mehr über die wahre Beschaffenheit des Chaos herauszufinden, schloss er sich nächtelang in seine spartanische Klause ein, um arkane und verbotene Schriften zu studieren, darunter vielleicht auch das verdammte "Liber Malefic" des Marius Hollesher. Vermutlich stieß er irgendwann im Verlauf dieser Studien auf ein Manuskript eines Akolythen des Necrodomo, dem wahnsinnigen Propheten, an dem er zerbrochen ist. Was er darin entdeckte, ist unbekannt, doch Legenden berichten, dass er eine schreckliche Wahrheit erfuhr. Es wird berichtet, dass er schreiend und rasend vor Wut aus seiner Klause gestürmt ist und alle seine Ordensbrüder auf der Stelle getötet hat. Er bezeichnete die Götter als Lügner und verbrannte den Sigmartempel, dem er jahrelang in Treue gedient hatte, und begab sich auf die Jagd nach seinen Angehörigen. Er löschte seine ganze Familie bis auf das letzte Mitglied aus. Auch alle, die er persönlich gekannt hat, fielen seinem Schwert zum Opfer und so löschte der ehemalige Sigmartempler alle Erinnerung an seine bisherige Existenz aus.
Nach diesen Bluttaten ritt der Templer alleine in die Chaoswüste. Es wird gesagt, dass er von diesem Tage an nichts mehr aß, nicht mehr schlief und nicht mehr rastete. Jede Minute seiner neuen Existenz widmete er nun seinem Plan, im Namen des Chaos die gesamte Welt zu erobern. Schnell sammelte er in der Wüste Anhänger um sich, aus denen im Laufe der Zeit die gefürchteten Schwerter des Chaos hervorgehen sollten. Er begab sich auf die Suche nach jenen magischen Artefakten, die er benötigte, um schließlich zum Herrn der letzten Tage aufzusteigen und in zweihundert Jahren Suche bekam er sie auch, sich dabei jeder noch so grausamen Prüfung stellend.
Hier zeigt sich der Unterschied von Archaon zu seinen sterblichen Vorläufern wie Asavar Kul und ähnlichen. Archaon brachte nicht nur anerzogene Askese und unglaubliche Selbstdisziplin mit, sondern auch großes Geschick bei der Organisation seines stetig anwachsenden Heeres sowie beim Schmieden von unheiligen Allianzen und Pakten mit den Chaosgottheiten. Diese Eigenschaften machen ihn als Chaos-Heerführer einzigartig und die größte Bedrohung, die von ihm ausgeht liegt in diesen Eigenschaften sowie in der Tatsache, dass er anscheinend nicht wie seine Vorgänger aus Eigennutz und Selbstsucht handelt, sondern sich selbst als eine Art Werkzeug der Mächte des Chaos betrachtet. So wie er sein Leben zuvor bedingungslos in den Dienst Sigmars gestellt hat, so ficht er nun für seine neuen Götter, ohne Rücksicht auf seine eigenen Bedürfnisse.
Durch Visionen gewarnt hatte Volkmar der Grimmige - Großtheogonist des Sigmar - vergebens versucht, ihn zu stoppen, und war von Archaon erschlagen worden. Jahre zuvor versuchte bereits Erzlektor Kurt Mannfeld mit einer Armee aus Zwergen, Kislevitischen und Imperialen Truppen Archaon zu stoppen. Nach der dramatischen Monolithenschlacht lebte keiner der Krieger mehr, und Kurt Mannfeld lief zu Archaons Schwertern des Chaos über und gilt seither als einer seiner fanatischsten Anhänger.
Die Schwerter des Chaos, seine Krieger, sind so von Archaon überzeugt, das sie jeden Feind hassen, der versucht, das Schicksal aufzuhalten. Archaon selbst hasst niemanden, außer den Großtheogonisten Volkmar, da er diesen als Erzfeind ansieht.
Was ihm seine Macht verleiht
Archaon ist der mächtigste Chaosgeneral den es je gab und mehr gesegnet als alle anderen vor ihm. Laut einer Vision von Necrodomo erkennt man den Auserwählten an den Schätzen die er trägt. Diese mächtigen Artefakte waren über die ganze Welt verstreut, doch woran tausende zuvor gescheitert waren, gelang ihm. Er reiste zum Altar der Absoluten Dunkelheit in Naggaroth und kehrte mit dem Brandmal des Chaos auf seiner Stirn zurück. Seither wagte es niemand mehr, ihn zu berühren, da man den Zorn der Chaosgötter fürchtete.
Er wurde von Be'Lakor, dem dunklen Meister selbst als Auserwählter aller vier Chaosgötter gekrönt, und besitzt eine Vielzahl mächtiger Waffen und anderer Ausrüstungsgegenstände, welche er in rund zweihundertjähriger Queste erworben hat. So erhielt er:
- den Königstöter
- Der grosse Dämon U'zuhl ist schon seit Äonen in dieser mächtigen Klinge eingesperrt. Der Träger war der älteste aller Drachenoger, groß wie ein Berg. Er schlief auf dem Chimärenplateau, und so konnte Archaon das Schwert aus seiner Klaue holen.
- Diese Rüstung stammt vom einst von Sigmar erschlagenen, Lord Morkar, dem ersten und größtem Chaoslord, der schon vor jahrtausenden gegen Aenarion, den ersten Phönixkönig kämpfte. Er bereiste die Weltmeere mit einem Schiff aus schwarzem Eisen um diese Rüstung zu finden.
- Wurde einst von Sheerian, einem Zauberer des Tzeentch entdeckt. Er bezwang den Chaosdrachen Flammenzahn und hängte es sich als Zeichen des Sieges an den Klippen der Bestien um den Hals. Den großen Gold- und Edelsteinschatz des Drachen ignorierte er.
- Und natürlich die Krone der Macht.
Archaon reitet auf einer dämonischen Bestie, die als W'Soraych, Dorghar, Ghurshy'ish'phak oder Yrontalie bekannt ist oft aber einfach nur das Ross der Apokalypse genannt wird, das er aus dem Stall des Dämonenprinzen Agrammon, tief in der Chaoswüste, an den Toren des Chaos gestohlen hat.
Der Sturm des Chaos
Er sammelte Anhänger aller Chaosgötter unter seinem Banner, und mächtige Kriegsherrn wie Melekh, Haargroth, Feytor, Styrkaar, Vardek Crom und Kordel Shorgaar unterstellten sich seinem Oberbefehl. Er schloss unheilige Pakte mit den Chaoszwergen, die für ihn die dämonische Artillerie der Chaos Todbringer schufen und den Skaven des Züchterklans, die ihm die Schinder als spezialisierte Belagerungstruppen lieferten. Mit dem Ziel, die Ewige Flamme auf dem Ulricsberg zu löschen und den Wolfsgott Ulric selbst zu töten, zog er mit seinen vereinten Armeen gen Middenheim, und verheerte unterwegs Middenland und Ostland. Nach dem zahllose Dörfer, Burgen und Festungen verwüstet und geschleift waren, belagerte er schließlich Middenheim. An der Stadt des Weißen Wolfes scheiterten seine Armeen letztlich, da die Hauptstadt des Middenlandes zwar schwere Zerstörungen hinnehmen mußte aber dank der entschlossenen Verteidigung nicht fiel.
Am Ende gab er die Belagerung Middenheims auf, und zog sich zurück, um seine Armeen bei Sokh zu sammeln. Die Entsatztruppen aus Altdorf und Nuln unter Führung Karl Franz', Valtens und Luthor Huss' und die Armeen aus Middenheim unter dem Kommando des Kurfürsten Boris Wüterich stellten ihn aber, und es kam zur finalen Schlacht. Archaon wurde im diesem letzten großen Kampf des Sturm des Chaos vom Waaaghboss Grimgork Eisenpelz besiegt, nach dem er und Valten sich gegenseitig schwer verletzt und jeweils das Reittier des anderen getötet hatten. Da Grimgork ihn aber nicht tötete, floh er vom Schlachtfeld, und verbarg sich in einer der von seinem Heer zerstörten Burgen - möglicherweise der Bronzefestung.
Modelle
Games Workshop brachte mit dem Erscheinen von Horden des Chaos in der 5. Edition eine Miniatur Archaons heraus.
In der 6. Edition wurde diese durch ein weit aus beeindruckenderes Modell des Herrn der letzten Tage ersetzt. Von letzterem gab es dann auf dem Games Day 2004 eine limitierte Miniatur zu Fuß, die ihn darstellt, nach dem sein Ross im Kampf getötet wurde.
Archaon, der Herr der Letzten Tage (5. Edition) |
Archaon, der Herr der Letzten Tage (6. Edition) |
Anmerkungen
Dieses Modell war ein Besonderes Charaktermodell im Spiel Warhammer.
